Neues & Alternatives

Saatherz statt Schnittblume

Während rote Rosen als sicherstes Symbol der Liebesbezeigung bald nach dem Valentinstag verwelken, geht das Saatherz erst auf: In den herzförmigen Erdstücken stecken Dutzende Wildblumensamen. An einem geeigneten Platz ausgestreut, wachsen wertvolle Pflanzen und blühen für Bienen, Hummeln und andere geliebte Wesen...
Eine symphatische Entwicklung aus dem Hause Aproofed. Die Verpackung ist aus Graspapier.   

Der Erste

Seit dem Neujahrstag liegt dieser ausgediente Weihnachtsbaum auf der Strasse vor unserem Haus. Es ist eine Nordmanntanne, prächtig gewachsen und eine  von hunderten, die bald auf dem Gehweg landen und auf ihre Abholung warten. Im Raum Wittstock werden die weggeworfenen Weihnachtsbäume in einem Industriebetrieb thermisch verwertet, also verbrannt.

On top

Eine sehr kreative Verwendung hat der Schriftsteller und Reporter Holger Witzel aus Naderkau für den Klimabaum gefunden. Er hat ihn einfach als Spitze für den herkömmlichen Weihnachtsbaum eingesetzt. Ich finde beide Bäume gehen nahtlos ineinander über. Danke!  

Geister-Weihnachtsbaum

Diesen Baum hat Paula Radtke gebaut. Sie wohnt mit Mann und den Söhnen Jan, 7 und Björn, 5 am Rande von Stockholm. Sie beschreibt den Baum so: Ein aus Silberdraht gebauter " Geister- Weihnachtsbaum" zum Aufhängen. Er kann ganz platt zusammengedrückt und jedes Jahr neu auseinander gezogen werden. Er besteht aus 4 Stockwerken, jedes Stockwerk besteht aus einem inneren und einem äußeren Drahtring. Alle Ringe sind horizontal miteinander verbunden. Erst wenn man ihn schmückt, wird er mit seiner typischen Weihnachtsbaumform sichtbar. 
Danke für diese Idee!  

Direkt an fff spenden


Vegard Beyer, Co-Founder des Future Matters Projects hat mir über Twitter eine coolen Tipp geschenkt.


Tolles Projekt! Kann mir vorstellen, dass ein Teil der Besucher*innen es liest, richtig findet, und der soziale Druck zum Baumkauf dann trotzdem obsiegt. Da wäre es toll, die Motivation trotzdem sinnvoll zu kanalisieren - mit einem "nein danke, einfach nur an FFF spenden"-Button? Und Tada! Hier ist er: 

Efeu-Ranken

"Ich hatte einfach keinen Bock mehr auf Baumleichen", sagte sich Sebastian Gärtner und dachte sich etwas Neues aus. Aus sieben Haselnußstäben und einer Holzscheibe baute er ein Gerüst. Seit sieben Jahren stellt er das zu Weihnachten auf und windet Efeuranken darum. Dazu rote Kugeln und eine Lichterkette. Fertig ist die Weihnachtspyramide. Steht derzeit in der "Bücherquelle" in Wittstock. Links daneben übrigens der Klimabaum "Christmas4future"aus Graspapier. 

Tipps vom WWF

Alle Jahre wieder: Deutschland sucht den Weihnachtsbaum. Dabei lohnt sich ein prüfender Blick auf dessen Herkunft. Denn die meisten Tannen, Fichten oder Kiefern kommen aus Plantagen, die mit Chemikalien behandelt werden. Doch es gibt Alternativen.

Baum für Baum

Was wäre, wenn jeder, der einen echten Weihnachtsbaum geholt hat, wenigstens einen neuen Baum pflanzen würde. Vielleicht einen Laubbaum? Und den natürlich in heißen Sommern mit Wasser versorgt. Der verwendete Weihnachtsbaum kommt dann nach Nutzung in die Benjeshecke. 

 Ich freue mich über jeden Baum und auch über eine jeweilige Foto-Doku über seine Pflanzung. (Via Twitter @genialeIdee/die Dagmar) 
Danke danke danke! 

Ein Ast pro Jahr

… mein Weihnachtsbaum ist ein schöner Ast, den ich mit Lichtern, goldenen Weihnachtskugeln und Engeln schmücke. Im Januar landet er auf den Asthaufen unserer Siedlung, der den Vögel Schutz bietet. Mittlerweile haben sich zahlreiche junge Triebe gebildet.
(Danke danke danke @EleonoraHermine/Mazuk Mediengestaltung)

Apfel-Bäume

Eine neue Idee kommt von Petra L. Auf Twitter schreibt sie mir, der Brauch mit den grünen Zweigen stamme von den Kelten.  "... aber nicht so wie heute, sondern ein einzelner Baum wurde geehrt und mit Äpfeln behangen. Ähnlich könnten wir es machen. Man wird Baumpate und geht Weihnachten zu diesem Baum und bedankt sich bei ihm." Finde ich ganz großartig, sich bei Bäumen zu bedanken. Dadurch begegnen wir ihrem Wesen auf Augenhöhe!    

Bettinas Baum "Tidda"

Das Modell eines alternativen Weihnachtsbaums  

heisst "Tidda". Bettina von Parents for Future Heidelberg hat ihn in ihrer Wohnung aufgebaut. Unterschiedlich lange Rundstäbe aus Eschenholz sind übereinander gesteckt und gegeneinander verdreht. Geschmückt mit den traditionellen Kerzen und Kugeln. Lässt sich jedes Jahr wiederverwenden und auch variieren. Das Holz stammt aus Franken und wird auch dort verarbeitet. Höhe ca. 65 Zentimeter. Und kostet rund 70 Euro. Danke Danke Danke für Bild und Idee!   

Alternativer Weihnachtsbaum aus hölzernen Rundstäben. Geschmückt mit Kerzen und roten Christbaumkugeln.

Junge Bäume wachsen unter Alten

Naturbelassene Wälder gibt es nur noch wenige. Die meisten Wälder in Deutschland werden bewirtschaftet. Das bedeutet, dass ausgewachsene Bäume gefällt werden und junge nachgepflanzt. Jeder fünfte Baum, der aus dem Wald entnommen wird, landet in der Papierproduktion. Die meisten Bäume werden in schnellwachsenden Monokulturen "erzeugt". 
Nur ein Drittel unserer Wälder gelten noch als naturnah. Und das sind meist Wälder mit alten und jungen Bäumen, vor allem aber alte Bäume. 

Den Baum im Wald lassen

"Ich finde, es ist an der Zeit unsere Gewohnheiten radikal anzupassen. Im Licht der Klimakrise ist es verantwortungslos, sich einen echten Nadelbaum in die Wohnung zu holen und drei Wochen später zu entsorgen. Gerade an Weihnachten sind wir Menschen schließlich offen für neue Botschaften. Die Botschaft meines Christbaums lautet:
Feiert das Weihnachtsfest im Geist des Friedens zwischen Menschen und Natur. Lasst die Bäume im Wald. Sorgt für gesunde Wälder. Sucht den Glitzer in den Sternen, so wie es die Kiefern seit 150 Millionen Jahren praktizieren. Wenn Sie in diesen Tagen ihren Christbaum entsorgen, sollte das der letzte gewesen sein in ihrem Leben." (Aus dem Feldreport: "Der letzte Weihnachtsbaum" auf www.riffreporter.de

Nachhaltiger Weihnachtsbaum "Rosette"

Im November des Jahre 1958, also kurz vor der Weihnachtsbaumsaison, reichte der Bauernsohn Josef Achatz aus  Auerbach im Bayerischen Wald beim Münchner Patentamt ein Gebrauchsmuster ein, mit welchem er der zunehmenden Entnahme von Nadelbäumen aus den heimischen Wäldern entgegenwirken wollte. Achatz hatte sich Ringe aus Metall vorgestellt, die man an einer Stange befestigt, und in die man wiederum Tannenzweige stecken kann. So sollte der Eindruck eines Christbaum entstehen, ohne einen kompletten Baum absägen zu müssen. Seine Erfindung nannte er "Rosette".
Er schrieb dazu: "Durch die Einführung und Herstellung des Weihnachtsbaumes "Rosette" würden die alljährlichen Christbaumfrevel vermindert und nach Jahren gänzlich beseitigt werden. Auf diese Art und Weise würden die vielerorts besonders hier im schönen Bayerischen Wald den Wald zerstörenden Gewinnung junger best- und schön gewachsener Tannen- und Fichten-Christbäume, die vielfach auch durch Stehlen in den Privatwaldungen gefrevelt und in Städte geliefert und verkauft werden aufhören."